Füllungen
Nach Entfernung der Karies
muss der Hohlraum (Kavität) im Zahn durch
eine Füllung geschlossen werden. Entweder
durch plastische, weiche Füllungen, die vom
Zahnarzt direkt im Mund gelegt werden oder
durch Inlays. Inlays sind Einlagefüllungen,
die außerhalb des Mundes im zahntechnischen
Labor hergestellt werden.
Füllungsmaterialen als Alternative zu
Amalgam
Was ist
Amalgam?
Amalgam ist ein Gemisch
von Kupfer, Silber, Zinn und eventuell auch
Zink - vermischt mit unterschiedlich hohen
Anteilen von Quecksilber. Bei diesen unedlen
Metallen kann es mit anderen Metallen im
Mund - z.B. mit dem Gold in Kronen oder
Brücken - zu strom-ähnlichen Erscheinungen,
Korrosion und insbesondere
Unverträglichkeiten bzw. toxische (giftige)
Reaktionen kommen.
Diese Unverträglichkeiten
sind auf das Quecksilber bzw. Kupfer
zurückzuführen.
Quecksilber werden
folgende mögliche Nebenwirkungen
zugeschrieben: Es lagert sich in Organen wie
Gehirn, Knochenmark, Nieren, Leber und Blut
ab und kann zu Müdigkeit,
Konzentrationsschwäche und nervösen
Störungen führen. Wir führen daher keine
Amalgamfüllung in unserer Praxis aus. Beim
Ausbohren möchten wir an dieser Stelle
darauf hinweisen werden, dass beim Entfernen
von Amalgam entsprechende Maßnahmen
getroffen werden müssen, indem man sich
entsprechender Sicherheiten bedient, die
allerdings im Einzelfall besprochen werden
sollten. Bei entsprechend gesundheitlich
geschwächten Patienten sollte eine
begleitende, unterstützende und später
ausleitende Therapie Ihres Arztes oder
Heilpraktikers erfolgen.
Amalgamproblematik?
-
Alternativen!
-
Zementfüllungen
- Kunststoff-Füllungen
(Composites)
- Inlays: Gold-Inlay
- Keramik-Inlay
- Kunststoff-Inlay
Zementfüllungen
Im Rahmen einer einfachen
Amalgamalternative ist die Füllung mit
Zahnzementen für Seitenzähne zu nennen. Für
Frontzähne kommen aus kosmetischen Gründen
nur Kunststoff-Füllungen in Frage. Wenn
Unverträglichkeiten vorliegen, sollte man
eine individuelle Lösung finden. Die
Zementfüllungen sind in der Regel, sofern es
sich um Steinzemente handelt, gut
verträgliche Bio-Zemente, die mit einer
Unterfüllung nach dem "Ausbohren"
eingebracht werden. Aufgrund hohem Druck,
der durch die Gesundheitspolitik entfacht
wurde, hat die Industrie auch zweifelhafte
Zement-Kunststoff-Füllungen auf den Markt
gebracht. Da die Masse, d.h. die Matrix
dennoch aus Zement besteht, wird der darin
eingebettete Kunststoff relativ leicht
ausgelöst und von uns aufgenommen. Dies wäre
bei reinen Zementfüllungen unproblematisch,
bei den Zement-Kunststoff-Füllungen ist dies
als kritisch zu bewerten, da es sich hierbei
um entsprechende Mengen handeln kann. Bei
der Kunststoff-Füllung kann es nicht in
diesem Maße geschehen, da hier die Matrix
aus Kunststoff besteht und ein sogenannter
"Füller", meist Siliziumoxid eingebettet
ist. Die Industrie hat hier vorschnell diese
neuen Füllungen als Amalgamalternativen
gepriesen. Sie haben sich in der Praxis
nicht bewährt und sind aus ganzheitlicher
Sicht abzulehnen!
Die reinen
Zementfüllungen sind nicht kantenfest, d.h.
sie waschen sich im Laufe der Zeit doch
etwas aus, besonders der Kontaktpunkt zum
Nachbarzahn wird schwächer, was dazu führen
kann, dass sich zunehmend Nahrungsreste
ablagern können und zu
Zahnfleischentzündungen führen können. Sie
sind also eher eine vorübergehende
provisorische Lösung im Rahmen einer im
Moment finanziell einfacheren Lösung oder
als Vorbereitung im Rahmen von
Amalgamausleitungen oder
Inlay-Komplettsanierungen, die nicht immer
komplett auf einmal durchführbar sind.
Kunststoff-Füllungen
Zahnfarbene Kunststoffe
werden seit Jahren in der Zahnmedizin
verwendet, um Front- und zum Teil auch
Seitenzähne mit ästhetisch ansprechenden
Füllungen zu versehen.
Sie bestehen aus einer
Grundmatrix (Grundmasse) aus Kunststoff und
einem Füller, in der Regel Siliziumoxid oder
Keramikpartikel. Diese Füllstoffe haben
heute einen Anteil zwischen 60 – 78%. Die
Aushärtung erfolgt unter aufwendigen
Arbeitstechniken. Sie sind während der
Verarbeitung feuchtigkeitsempfindlich und
schwer konturierbar, da sie weich sind. Die
Aushärtung erfolgt meist mit Lichthärtung.
Durch entsprechende Methoden, also
Verarbeitungsverfahren mittels milder
Oberflächenaufrauhung und dem Auftragen von
Haftvermittlern in mehreren Schichten sind
sie mittelfristig eine akzeptable Lösung bei
entsprechendem mittlerem finanziellem
Aufwand. Trotz aller Lobpreisungen in den
Medien haben auch diese Materialien einen
Nachteil: Die Schrumpfung beträgt bei allen
auf dem Markt befindlichen Materialien immer
noch zwischen 2,5 – 4%!!!! Sollten Sie
andere Werte lesen, empfehlen wir Ihnen,
diese Informationsquelle genauer unter die
Lupe zu nehmen. Selbst die STIFTUNG
WARENTEST hatte hier in ihrer Darstellung
keine allzu tiefgreifende Wahrheit
dargestellt. Doch wie bereits oben
dargestellt, ist die Schrumpfung mit
entsprechenden Arbeitsmethoden zu
beherrschen. Sie sind polierbar und
selbstverständlich zahnfarben.
Zusammenfassend sind
Kunststoff-Füllungen eine kostengünstige,
ästhetisch ansprechende, aber auch oft
kurzlebigere Alternative zu Gold und
Keramik.
Das
Langlebigste: Inlays!
Know-how
und Präzision sind gefragt
Eine Einlagefüllung
erfordert, unabhängig vom verwendeten
Material, höchste Präzision, zahnärztliche
Kompetenz und auch zahntechnisches Know-how.
In der Zahnarzt-Praxis
sind zunächst mehrere Behandlungsschritte
notwendig, um Ihren Zahn für das Inlay
vorzubereiten. Dazu gehören auch Abdrücke
Ihres Ober- und Unterkiefers sowie eine
provisorische Übergangsversorgung. Denn
jedes Inlay wird individuell angefertigt und
exakt auf Ihre Zahnsituation abgestimmt.
Die präzisesten und
haltbarsten Inlays werden außerhalb des
Mundes im zahntechnischen Labor hergestellt.
Neue Techniken und Computerverfahren
ermöglichen es zwar auch heute schon ein
Inlay direkt in der Zahnarztpraxis
anzufertigen, doch sind deren Haltbarkeit
infolge schlechter Kontrollmöglichkeiten und
fehlender Präzision, bei immerhin gleichem
finanziellem Aufwand, entsprechend geringer.
Ganz gleich, für welchen
Inlay-Werkstoff Sie sich entscheiden - jede
dieser hochwertigen zahnärztlichen
Versorgungs-Alternativen stellt einen
dauerhafte hochwertige Versorgung dar. Eine
Investition, die sich für Sie lohnt:
- Für Ihre
Zahngesundheit
-
Ihre
ästhetischen Wünsche
-
die
Funktion und
-
für Ihre
Sicherheit.
Letztendlich steigert ein
Lachen mit schönen, gepflegten Zähnen nicht
nur Ihre Lebensqualität, sondern auch Ihr
persönliches Wohlbefinden.
Das
Gold-Inlay – Präzisionsarbeit vom Zahnarzt
und Zahntechniker
Gold ist ein
zahnmedizinischer Werkstoff, der höchste
Ansprüche erfüllt. Gold wird für
Einlagefüllungen - aber auch für Kronen und
Brücken verarbeitet. Jedoch nicht ,,pur",
sondern in Form spezieller Legierungen. Ob
Haltbarkeit, Passgenauigkeit oder
Körperverträglichkeit - Gold ist ein
bewährter und in vielerlei Hinsicht
überlegener Werkstoff. Die Legierungen, die
für Inlays verwendet werden, sollten kein
Palladium enthalten, da dieses Material zwar
gute metallische Eigenschaften, die
Zähigkeit mitbringt, doch bei sensiblen
Menschen neurotoxische Probleme auslösen
kann. Das hochpräzise Gold-Inlay kann über
Jahrzehnte halten und hat damit eine
Lebensdauer, welche den höheren finanziellen
Wert rechtfertigt.
Keramik-Einlage-Füllungen (Keramik-Inlays)
Inlays aus Vollkeramik
gelten im Seitenzahnbereich heute als die
ästhetisch schönste Alternative zum Amalgam.
Vollkeramik ist ein sehr verträgliches und
hochwertiges Material. Keramik-Inlays werden
im zahntechnischen Labor hergestellt und in
den Zahn mit einer aufwendigen und bewährten
Methode mit speziellen Zementen und
Haftvermittlern einzementiert. Dabei lässt
sich eine praktisch "unsichtbare",
farbgenaue Rekonstruktion des Zahnes
erzielen. Durch die Verwendung gleicher
Lichtbrechungs-Indizes wird dieser Effekt
erzielt. Neue Technologien wie sie z.B. bei
Materialien wie EMPRESS 2 oder CELAY zur
Anwendung kommen, ermöglichen eine hohe
Passgenauigkeit. Das mittlerweile
hochpräzise Keramik-Inlay kommt in der
Haltbarkeit dem Gold-Inlay nahe.
Das
Kunststoff-Inlay
Kunststoff-Inlays werden
den Anforderungen an Funktion und
Farbgestaltung nur annähernd gerecht. Durch
das Beimischen spezieller Kunststoff-Farben
wird das Inlay farblich. Aufgrund der
gleichen aufwendigen Technik am Zahn und im
Labor wie bei Gold-Inlays oder
Keramik-Inlays ist der hohe finanzielle
Aufwand nicht gerechtfertigt und somit den
beiden anderen Varianten den Vortritt zu
lassen. Es bietet übrigens keine
nennenswerten besseren Eigenschaften wie
z.B. die Kunststoff-Füllung.
Fazit
Sie sehen, dass
Füllungsmaterialien in ihrer Bewertung nicht
ganz unproblematisch sind. Eine optimale
Lösung ohne Nachteile gibt es nicht. Es
sollte immer eine individuelle, gut
verträgliche (evtl. mit einer
Materialtestung) und finanziell
maßgeschneiderte Lösung gefunden werden.
Lassen Sie sich evtl. in einem
Füllungs-Beratungstermin von uns beraten!
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