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Wurzelbehandlungen

Was Sie als Patient über Wurzelbehandlungen wissen sollten

Bei Ihnen ist an einem Zahn eine sogenannte Wurzelbehandlung geplant bzw. eine Wurzelbehandlung begonnen worden?

Der Grund ist entweder ein entzündeter Nerv oder ein schon abgestorbener Nerv in der Zahnwurzel. In beiden Fällen wird mit Ihrer Zustimmung nun versucht, diesen Zahn zu erhalten. Dies ist nicht immer so einfach wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Ein Zahn kann sehr stark gekrümmte Wurzeln haben, bzw. aufgrund seiner anatomischen Form ungünstigen Zugang für entsprechende Wurzel-Instrumente aufweisen. Daher ist ein Misserfolg trotz sorgfältigster Behandlung möglich. Die Wurzelbehandlung stellt damit immer einen Versuch der Zahnerhaltung dar.

Weiterhin können Bakterien in dem Wurzelkanal, die zur Erkrankung des Zahnes führten, nicht immer restlos bzw. vollständig entfernt werden.

In diesem Zusammenhang ist eine Möglichkeit zur Verbesserung der Wurzelbehandlung zu erwähnen - die sogenannte Lasersterilisation des Wurzelkanals. Dabei wird durch eine Glasfaser Laserlicht bis an die Spitze des Zahnwurzelkanals geführt und eine keimfreie Situation angestrebt. Dies wird die Schmerzfreiheit und Ausheilung des mit Bakterien infizierten Kanals enorm erhöhen.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zu unserem Bedauern in der Regel diese unterstützende Behandlung Ihres erkrankten Zahnes leider nicht.

Sollten Sie an dieser ergänzenden und modernen Therapieform interessiert sein, sprechen Sie mit uns. Wir werden Ihnen diese Möglichkeit gerne näher erläutern.

Nach Beendigung der Wurzelbehandlung, d.h. nach dem Füllen des Wurzelkanals wird der Zahn mit einer Füllung (Kunststoff oder Zement) versorgt. In den ersten Stunden und möglicherweise Tagen können noch leichte Beschwerden auftauchen. Sollten diese nicht besser werden, suchen Sie bitte unsere Praxis auf, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Nach ca. ein bis zwei Jahren sollte der Zahn durch eine Röntgenaufnahme kontrolliert werden. Nicht immer bedeutet Schmerzfreiheit auch Gesundheit!

Da der Zahn im Laufe der Zeit versprödet, sollte in absehbarer Zeit eine Versorgung des Zahnes mit einer Krone erfolgen. Für die Zwischenzeit ist eine Kunststoffschichtfüllung zu empfehlen, da sie in gewissem Maße eine Stützung der Resthartsubstanz durch eine Verbindung mit der Zahnhartsubstanz gewährleistet.


 

Gemeinschaftspraxis Oliver Klein und Kollegen, Ober-Rodener Str. 17-19, 63110 Rodgau